In der Soziologie des Bewertens spielt Sport bislang kaum eine Rolle. Das überrascht, denn der Sport erweist sich mit seinen Zähl- und Messverfahren schon auf den ersten Blick als bewertungsaffin. Aber auch auf den zweiten Blick offenbart sich ein zentraler Berührungspunkt beider Bereiche: Ohne den Einsatz von digital gestützten Leistungsanalysen sind sportliche »Topleistungen« nicht erreichbar. Die Beiträger*innen geben einen Einblick in die Semantik der Leistungsgesellschaft und zeigen, dass der Sport als instruktiver Fall für die Bewertungssoziologie gelten kann.
A propos de l’auteur
Max Weigelin (M.A.), geb. 1988, ist Mitarbeiter des DFG-Projekts »Accounting und transformatorische Effekte im Profifußball« an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seiner Dissertation untersucht er Schiedsrichter und Schiedsrichterwesen im Fußball organisationsethnografisch. Seine Forschungsschwerpunkte sind soziologische Ethnografie, Kultursoziologie, Organisationstheorie und Soziologie der Sinne.